WAS SIE HEUTE AUSSÄEN, MACHT DEN BODEN MORGEN STARK!

Eine Mischung sollte aus mindestens zwei verschiedenen Pflanzenarten bestehen. Die für die Mischung ausgewählten Arten sollten idealerweise nicht zu der Familie der Pflanzen gehören, die als Hauptkultur etabliert worden sind. Eine Mischung aus mindestens vier technisch sinnvollen Komponenten kann als biologisch vielfältig angesehen werden. Die Vorteile des Zwischenfruchtanbaus können dabei enorm sein.

Warum Zwischenfrüchte?

  1. HÖHERE GEHALTE AN ORGANISCHER SUBSTANZ IM BODEN

Lidea Zwischenfruchtmischungen bestehen aus Pflanzenarten, die sich gegenseitig ergänzen, was die Zunahme der Biomasse begünstigt. Durch den gezielten Einsatz von Leguminosen in den Mischungen, wie verschiedene Klee- und Wickenarten, kann mittels der Symbiose mit Knöllchenbakterien, Luftstickstoff gebunden werden. Dieser steht nach dem Absterben der Leguminose mit beginnender Mineralisierung zur Verfügung und kann zur Umsetzung von Ernterückständen oder direkt der Folgekultur zur Verfügung stehen.

  1. VERBESSERUNG DER BODENSTRUKTUR

Die komplementären Wurzelarten von technisch wertvollen Zwischenfruchtmischungen zeigen differenzierte Ausprägungen. Die Wurzelmasse von verschiedenen Wurzelsystemen dringt in verschiedene Bodenschichten ein und fördert somit dessen Struktur. Die Wurzelsysteme von den meisten Kleearten, Öllein, Weißer Senf oder Weidelgras besetzen dabei eher die oberen Wurzelhorizonte bis 40 cm. Wurzeln von Chia, Sonnenblumen, Meliorationsrettich, Rauhafer, Esparsette, Luzerne oder Phacelia erreichen eine Tiefe von 1 – 3 m. Durch die erschlossenen Räume, welche durch die Wurzelmasse eingenommen werden, entsteht ein natürlicher Schwamm, der als Wasser- und Kohlenstoffspeicher fungiert.

  1. ZUSÄTZLICHE NÄHRSTOFFE

Die einzelnen Arten der LIDCOVER-Mischungen bieten das Potenzial, Nährstoffe aus verschiedenen Tiefen des Bodens zu akkumulieren oder verfügbar zu machen. Schnell wachsende Kulturen können zügig die Nährstoffe aus oberen Bodenschichten, insbesondere Stickstoff, aufnehmen, wodurch dieser nicht der Gefahr des Auswaschens unterliegt. Tiefwurzelnde Pflanzen können von Nährstoffen in tieferen Schichten profitieren, die mitunter für die Hauptkulturen nicht mehr erreichbar wären. Dadurch können sich für die Folgekultur positive Effekte in Bezug auf Phosphor, Kalium, Schwefel und Magnesium ergeben. Denn diese werden organisch in der Pflanzenmasse der Zwischenfrucht gebunden und stehen nach erfolgter Mineralisierung der Folgekultur oder dem Bodenleben zur Verfügung. Weiterhin können Arten wie Phacelia und Buchweizen über Wurzelexsudate den Nährstoffzustand in der Rhizosphäre nachhaltig beeinflussen. Somit können beispielsweise verschiedene Formen von Phosphor für die Folgekultur verfügbar gemacht werden. Leguminosen können, dank der Symbiose mit Bakterien, Stickstoff im Wurzelbereich speichern. Etwa 85 % des benötigten Stickstoffs, den sie zur Selbstversorgung benötigen, können Pflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchte selbst produzieren. Die Freisetzung des gesammelten Stickstoffs hängt von vielen Faktoren ab. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass mindestens 50 % der Nährstoffe im Jahr nach dem Absterben der Pflanze freigesetzt werden.

Unsere Zwischenfrüchte

 

Was uns überzeugt, ist der innovative Ansatz der Mischungen: Durch den Einsatz moderner Arten wie Chia oder Moha und den gezielten Fokus auf Biodiversität entsteht ein ausgewogenes System. So wird der Boden nachhaltig aufgebaut und liefert organischen Dünger für unsere Hauptkulturen – ganz von selbst.

Kai Dommaschk

Crop Management Tel. +49 151 61 36 78 33, Lidea Germany GmbH

Lidea-Mischungen

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Weitere Vorteile des Zwischenfruchtanbaus

  1. BODENLEBEN UND UNKRAUTREGULIERUNG

Arten wie Chia, Luzerne, Rauhafer und Waldstaudenroggen gehören zur Gruppe der Mykorrhiza-fördernden Arten. Dank der Möglichkeit der Symbiose mit Bodenpilzen kann deren Vorkommen im Boden gefördert werden. Davon können Kulturen wie Mais oder Wintergetreidearten partizipieren, da sie ebenfalls eine solche Symbiose mit diesen Pilzen eingehen können. Allelopathische Wirkungen von den Ernterückständen von beispielsweise Ramtillkraut oder Rauhafer können die Keimung von Unkräutern bis in den folgenden Frühling hemmen und somit unerwünschte Samenunkräuter unterdrücken.

  1. WASSERSPEICHERUNG

Die Wasseraufnahmemöglichkeit von Zwischenfrüchten hat vielerlei Vorteile. Sie schützen den Boden in kritischen Zeiten vor Verschlämmung, Wassererosion oder Nährstoff-auswaschung. Die im Boden vorhandenen lebenden Wurzeln erhalten bestehende Wasserstraßen und stellen neue zur Verfügung. Das ermöglicht eine funktionale Zirkulation von Wasser, Mineralsalzen, Mikroorganismen und Gasen. Zudem kann durch die Bedeckung des Bodens im Sommer und Herbst gezielt die Verdunstung reduziert werden.

  1. 365 TAGE BODENSCHUTZ

Unter optimalen Bedingungen ist ein natürlich gewachsener Boden das ganze Jahr bedeckt. Die Pflanzen wachsen, obwohl sie nicht mineralisch gedüngt werden. Die Humifizierungs- und Mineralisierungsprozesse finden kontinuierlich statt und stellen wichtige Nährstoffe für vielerlei Pflanzen zur Verfügung. Das Beispiel der Natur zeigt, wie sich ein System selbst erhalten kann. Wir bieten Ihnen die Möglichkeiten, mit gezielten Mischungen, eine ganzjährige Bedeckung Ihrer Fläche zu gewährleisten.

JETZT HAUPTKULTUR?

Nach der Zwischenfrucht kommt die Hauptkultur – und wir haben genau das Richtige für Sie! Entdecken Sie unsere Auswahl an Mais-, Sonnenblumen-, Soja- oder Sorghumsorten. Bei uns finden Sie die neuesten Sorten, die beste Erträge und Qualität garantieren.

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