Als C4-Pflanze kann Sorghum hohe Sonneneinstrahlung und warme Temperaturen effizient in kräftiges Wachstum umsetzen und eignet sich daher besonders für den Anbau in den wärmeren Monaten des Jahres – ein klarer Vorteil für den Zweitfruchtanbau. Darüber hinaus bietet Sorghum Vorteile bei der Fruchtfolgegestaltung, da es keine Wirtspflanze für den Westlichen Maiswurzelbohrer ist. Dies macht sie zu einer guten Wahl in Fruchtfolgen mit Mais und ermöglicht eine problemlose Integration in bestehende Anbausysteme. Auch aus arbeitswirtschaftlicher Sicht punktet Sorghum: Es bietet die Möglichkeit, Gärreste noch im Juni effektiv zu nutzen und die Arbeitsbelastung sinnvoll zu verteilen.
Sorghum vs. Mais: Unterschiede gezielt nutzen
Im Vergleich zu Mais sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten. Sorghum hat einen höheren Wärmebedarf und ist kälteempfindlicher, was bei der Standortwahl und dem Anbauzeitpunkt berücksichtigt werden muss. Während Mais unter optimalen Bedingungen oft höhere Erträge erzielt, erweist sich Sorghum unter Trockenstressbedingungen als ertragssicherer. Zudem unterscheidet sich der Nährstoffbedarf von Sorghum geringfügig von dem von Mais, was eine angepasste Düngungsstrategie erfordert.
Die wichtigsten Vorteile von Sorghum im Zweitfruchtanbau auf einen Blick
- Hohe Trockenheitstoleranz und gute Anpassung an den Klimawandel
- Geringerer Wasser- und Inputbedarf im Vergleich zu Mais
- Gute Alternative für Standorte mit Sommertrockenheit
- Geringere Anfälligkeit gegenüber Schädlingen und Krankheiten
- Anbau als Ergänzung oder Alternative zu Mais
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