Der Anbau von Zwischenfrüchten ist ein wichtiger Bestandteil im Ackerbau. In den letzten Jahren ist das Interesse am Einsatz von Servicepflanzen und Zwischenfrüchten in der Landwirtschaft gestiegen. Als Saatgutzüchter unterstützt Lidea diese Entwicklung der Landwirtschaft und ist bestrebt, innovative, zuverlässige und profitable Saatgutlösungen anzubieten. Lidea bietet daher eine breite Palette an Zwischenfruchtmischungen für verschiedene Anbauzwecke. Unsere Mischungen stehen für hohe Biodiversität, innovative Artenvielfalt und eine effiziente Stickstoffproduktion. Darüber hinaus eignen sie sich hervorragend für die Drohnenaussaat.
Biodiversität auf dem Acker
Biodiversität ist weit mehr als nur ein Trend – sie ist der Grundbaustein für ein leistungsstarkes und nachhaltiges Anbausystem. Durch den gezielten Einsatz von Servicepflanzen und artenreichen Zwischenfruchtmischungen wird wertvolle Vielfalt zurück auf die heimischen Äcker gebracht.
EXKLUSIVE ARTEN
Lidea konzentriert sich dabei auf den genetischen Aspekt und verwendet Arten, die für bestimmte Verwendungszwecke gut geeignet und auf dem Markt einzigartig sind, um innovative Vorteile zu bieten und die Biodiversität weiter zu steigern.
Natürlicher Stickstoff-Booster
Zwischenfrucht-Mischungen zur Stickstoffproduktion enthalten zahlreiche Leguminosen, die effektiv Luftstickstoff fixieren und diesen dem Boden wieder zuführen – so können in der Folgekultur Stickstoffdünger eingespart werden.
WAS SIE HEUTE AUSSÄEN, MACHT DEN BODEN MORGEN STARK!
Eine Mischung sollte aus mindestens zwei verschiedenen Pflanzenarten bestehen. Die für die Mischung ausgewählten Arten sollten idealerweise nicht zu der Familie der Pflanzen gehören, die als Hauptkultur etabliert worden sind. Eine Mischung aus mindestens vier technisch sinnvollen Komponenten kann als biologisch vielfältig angesehen werden. Die Vorteile des Zwischenfruchtanbaus können dabei enorm sein.
Warum Zwischenfrüchte?
- HÖHERE GEHALTE AN ORGANISCHER SUBSTANZ IM BODEN
Lidea Zwischenfruchtmischungen bestehen aus Pflanzenarten, die sich gegenseitig ergänzen, was die Zunahme der Biomasse begünstigt. Durch den gezielten Einsatz von Leguminosen in den Mischungen, wie verschiedene Klee- und Wickenarten, kann mittels der Symbiose mit Knöllchenbakterien, Luftstickstoff gebunden werden. Dieser steht nach dem Absterben der Leguminose mit beginnender Mineralisierung zur Verfügung und kann zur Umsetzung von Ernterückständen oder direkt der Folgekultur zur Verfügung stehen.
- VERBESSERUNG DER BODENSTRUKTUR
Die komplementären Wurzelarten von technisch wertvollen Zwischenfruchtmischungen zeigen differenzierte Ausprägungen. Die Wurzelmasse von verschiedenen Wurzelsystemen dringt in verschiedene Bodenschichten ein und fördert somit dessen Struktur. Die Wurzelsysteme von den meisten Kleearten, Öllein, Weißer Senf oder Weidelgras besetzen dabei eher die oberen Wurzelhorizonte bis 40 cm. Wurzeln von Chia, Sonnenblumen, Meliorationsrettich, Rauhafer, Esparsette, Luzerne oder Phacelia erreichen eine Tiefe von 1 – 3 m. Durch die erschlossenen Räume, welche durch die Wurzelmasse eingenommen werden, entsteht ein natürlicher Schwamm, der als Wasser- und Kohlenstoffspeicher fungiert.
- ZUSÄTZLICHE NÄHRSTOFFE
Die einzelnen Arten der LIDCOVER-Mischungen bieten das Potenzial, Nährstoffe aus verschiedenen Tiefen des Bodens zu akkumulieren oder verfügbar zu machen. Schnell wachsende Kulturen können zügig die Nährstoffe aus oberen Bodenschichten, insbesondere Stickstoff, aufnehmen, wodurch dieser nicht der Gefahr des Auswaschens unterliegt. Tiefwurzelnde Pflanzen können von Nährstoffen in tieferen Schichten profitieren, die mitunter für die Hauptkulturen nicht mehr erreichbar wären. Dadurch können sich für die Folgekultur positive Effekte in Bezug auf Phosphor, Kalium, Schwefel und Magnesium ergeben. Denn diese werden organisch in der Pflanzenmasse der Zwischenfrucht gebunden und stehen nach erfolgter Mineralisierung der Folgekultur oder dem Bodenleben zur Verfügung. Weiterhin können Arten wie Phacelia und Buchweizen über Wurzelexsudate den Nährstoffzustand in der Rhizosphäre nachhaltig beeinflussen. Somit können beispielsweise verschiedene Formen von Phosphor für die Folgekultur verfügbar gemacht werden. Leguminosen können, dank der Symbiose mit Bakterien, Stickstoff im Wurzelbereich speichern. Etwa 85 % des benötigten Stickstoffs, den sie zur Selbstversorgung benötigen, können Pflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchte selbst produzieren. Die Freisetzung des gesammelten Stickstoffs hängt von vielen Faktoren ab. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass mindestens 50 % der Nährstoffe im Jahr nach dem Absterben der Pflanze freigesetzt werden.
Unsere Zwischenfrüchte
Was uns überzeugt, ist der innovative Ansatz der Mischungen: Durch den Einsatz moderner Arten wie Chia oder Moha und den gezielten Fokus auf Biodiversität entsteht ein ausgewogenes System. So wird der Boden nachhaltig aufgebaut und liefert organischen Dünger für unsere Hauptkulturen – ganz von selbst.
Fragen zu unseren Mischungen?
Sie haben sich für eine unserer Mischungen entschieden, sind aber noch unsicher? Unsere Spezialisten für Zwischenmischungen beraten Sie gern.
Weitere Vorteile des Zwischenfruchtanbaus
- BODENLEBEN UND UNKRAUTREGULIERUNG
Arten wie Chia, Luzerne, Rauhafer und Waldstaudenroggen gehören zur Gruppe der Mykorrhiza-fördernden Arten. Dank der Möglichkeit der Symbiose mit Bodenpilzen kann deren Vorkommen im Boden gefördert werden. Davon können Kulturen wie Mais oder Wintergetreidearten partizipieren, da sie ebenfalls eine solche Symbiose mit diesen Pilzen eingehen können. Allelopathische Wirkungen von den Ernterückständen von beispielsweise Ramtillkraut oder Rauhafer können die Keimung von Unkräutern bis in den folgenden Frühling hemmen und somit unerwünschte Samenunkräuter unterdrücken.
- WASSERSPEICHERUNG
Die Wasseraufnahmemöglichkeit von Zwischenfrüchten hat vielerlei Vorteile. Sie schützen den Boden in kritischen Zeiten vor Verschlämmung, Wassererosion oder Nährstoff-auswaschung. Die im Boden vorhandenen lebenden Wurzeln erhalten bestehende Wasserstraßen und stellen neue zur Verfügung. Das ermöglicht eine funktionale Zirkulation von Wasser, Mineralsalzen, Mikroorganismen und Gasen. Zudem kann durch die Bedeckung des Bodens im Sommer und Herbst gezielt die Verdunstung reduziert werden.
- 365 TAGE BODENSCHUTZ
Unter optimalen Bedingungen ist ein natürlich gewachsener Boden das ganze Jahr bedeckt. Die Pflanzen wachsen, obwohl sie nicht mineralisch gedüngt werden. Die Humifizierungs- und Mineralisierungsprozesse finden kontinuierlich statt und stellen wichtige Nährstoffe für vielerlei Pflanzen zur Verfügung. Das Beispiel der Natur zeigt, wie sich ein System selbst erhalten kann. Wir bieten Ihnen die Möglichkeiten, mit gezielten Mischungen, eine ganzjährige Bedeckung Ihrer Fläche zu gewährleisten.
Aussaat mit der Drohne
Aussaaten mittels Drohne sind weiter auf dem Vormarsch, um Bodenbewegung und -verdichtung zu minimieren, sowie Arbeitsspitzen zu brechen. Daher vergrößert Lidea das Sortiment um neue Zwischenfruchtmischungen, die sich für die Drohnenaussaat eignen.
Drohnenaussaat – Die Lösung, um Bodenbewegung zu minimieren und Arbeitsspitzen zu brechen
Unter stark schwankenden Wetterbedingungen leidet oft die Befahrbarkeit der Böden, sodass die Aussaat von Zwischenfrüchten, Untersaaten oder Begleitsaaten unter schwierigen Bedingungen erfolgen muss. Dies, aber auch der Ansatz möglichst wenig Boden zu bewegen, um Struktur und Aggregatstabilität zu erhalten und zu fördern, kann durch eine Aussaat mittels Drohne positiv beeinflusst werden. Zudem ist ein Überflug mit speziellen Agrardrohnen eine zeit- und kostensparende Variante, denn das Saatgut wird effizient über GPS-Daten ausgebracht. Dabei ist diese Aussaatvariante relativ etterunabhängig. Die Einsatzmöglichkeiten sind dementsprechend vielfältig: Die Vorerntesaat in stehende Bestände, Ausbringung von Unter- / Begleitsaaten im Frühjahr oder die Ausbringung von bioaktiven Substanzen.
VORTEILLE, DIE DURCH DIE NUTZUNG EINER AGRARDROHNE ENTSTEHEN, SIND:
- Brechung von Arbeitsspitzen
- Keine Bodenbewegung / Bodenverdichtung
- Keine innerbetriebliche Arbeitskraft nötig
- Hohe Flächenleistung (je nach Mischung variierend)
- Einfache Vorbereitung durch GPS-Daten aus dem Antragsverfahren
- Geringe Aussaatkosten
- Erfahrungsgemäß sollten die Ernterückstände auf der Fläche verbleiben und die Aussaat bis maximal acht Tage vor dem Erntetermin erfolgen. Bei längeren Abständen zur Ernte kann es unter Umständen zur Schädigung der eingebrachten Saat kommen.
Versuch 2023
Die Zwischenfruchtmischungen wurden per Drohne am 17. Juli 2023 ausgesät. Die Aufnahmen wurden am 13. Oktober 2023 ebenfalls mit der Drohne erstellt. Die Ergebnisse zeigen, dass sämtlicher Eingriff in den Boden nach der Drohnenaussaat und der Ernte der Hauptkultur nachteilig ist. Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn das Stroh nach der Ernte der Hauptfrucht auf der Fläche belassen wird.
Versuch 2024
Die Zwischenfruchtmischungen wurden per Drohne am 28. Juni 2024 in die Gerste gestreut. Die Aufnahmen wurden am 09. Oktober 2024 erstellt. Die Ergebnisse zeigen, welche Zwischenfruchtmischungen aufgrund ihrer geringen TS-Zunahme durch späte Abreife oder ein generell engeres C/N-Verhältnis für sehr frühe Saattermine geeignet sind.
Mischungen für die Drohnenaussaat
Die Lidea Zwischenfruchtmischungen LIDCOVER STRUCTUR, LIDCOVER FAKT, LIDCOVER SUMMER, sowie die neue Mischung LIDCOVER MULTI eignen sich besonders für die Aussaat mittels Drohne. Diese Mischungen enthalten Arten wie Chia, Ramtillkraut oder Moha, die sich aufgrund ihres geringen TKGs und ihrer Eigenschaften als Trockenkeimer besonders für dieses Aussaatverfahren eignen.
Angaben zur Streufähigkeit der Mischungen
Da die Aussaat der Zwischenfrucht je nach Aussaattermin oft in eine Zeit fällt, in der vermehrt Arbeitsspitzen in den Betrieben vorherrschen, steigt die Nachfrage bezüglich streufähiger Zwischenfruchtmischungen. Die derzeit angebotenen technischen Lösungen bieten mittels Streueinrichtungen in Kombination mit Bodenbearbeitungsgeräten eine effektive, sowie zeit- und kostensparende Variante. Dennoch muss bei diesem Aussaatverfahren gezielt auf die Komponenten der Mischungen geachtet werden, da sich nicht alle Arten für dieses Verfahren eignen. Ebenfalls sollte dem Anwender bewusst sein, dass es bei diesen Verfahren zu höheren Verlusten kommen kann, als bei den exakteren Drillverfahren. Zu diesem Zweck ist eine Erhöhung der empfohlenen Aussaatmenge um ca. 15 % und bei der Wurfscheibenvariante eine möglichst kleine Arbeitsbreite zu empfehlen.
Die Lidea-Mischungen wurden zu diesem Zweck in folgende Kategorien eingeteilt:
- Streufähigkeit mit Wurfscheibe (Arbeitsbreite möglichst gering halten), Pneumatikstreuer mit Dosiereinheit und Prallteller
- Pneumatikstreuer mit Dosiereinheit, Prallteller und Rückverfestigung Mischungen ohne Angaben einer Streufähigkeit empfehlen wir aufgrund der zu stark differenzierten TKG mittels Drillverfahren auszubringen. Drohnen ICON – Lidea Zwischenfruchtmischungen, die mit diesem ICON versehen sind, eignen sich für eine Aussaat mittels Drohne.





















